Achim H. Pollert: Vom Genuss und von der Reue

Achim H. Pollert (*) über Sprüche

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Man könnte jemanden einen Hedonisten nennen, der den Spruch verbreitet: „Es ist besser, zu geniessen und zu bereuen… als zu bereuen, dass man nicht genossen hat…!“
akademisches Ghostwriting
Sie kennen diesen oder ähnliche Sprüche, und zugegebenermassen geht er einem bei aller möglicher Verachtung für den Hedonismus leicht von den Lippen.
akademisches
Ich persönlich bin in den sprichwörtlichen kleinen Verhältnissen aufgewachsen. Was nichts daran änderte, dass die mich damals umgebenden Menschen sich bei aller Unbedarftheit doch auch sehr gerne für etwas Besseres hielten. Da gingen auch schnell einmal Vorstellungen umher, was bessere Leute so alles tun und was nicht.
Seminararbeit
So etwa assen bessere Leute damals Schnecken, direkt aus dem Gehäuse mit viel Kräuterbutter. Dass man dazu am besten einen Prosecco oder ein Glas Champagner nimmt, das war als Wissen in meiner Kindheit noch nicht ganz so verbreitet. Dafür nahm man gleich nach den Schnecken, so zwischen den Gängen, gerne auch einmal ein, zwei Zigaretten…
Ghostwriting
Aber dies nur so am Rande.
Ghostwriter
Es war jedenfalls nicht weiter verwunderlich, dass ich, als ich als junger Mann dann zu ein wenig Geld kam, natürlich auch zum Genussmenschen wurde.
wissenschaftliches Ghostwriting
Anders als noch meine Vorfahren, die vielleicht im gehobenen Wirtshaus verkehrten und dort Zeche machten, entdeckte ich dann schon die Feinheiten der Genüsse.
Ghostwriter Preise
Und das war damals natürlich toll… ins Elsass fahren und beim einen oder anderen ausgesuchten Traiteur eine ordentlichen Portion foie gras einkaufen… am Sonntagmorgen leger und doch gediegen gekleidet in ein gehobenes Haus zum Brunch, beginnend mit einem kleinen Frühstück und schliesslich endend mit einer Scheibe Roast Beef, schön rosa, ein paar Petersilienkartoffeln und etwas Buttergemüse, dazu einen etwas kräftigeren Weissen…
Bachelorarbeit
„MAN GÖNNT SICH JA SONST NICHTS“
Ghostwriter Masterarbeit
Das war damals so ein Slogan einer Schnapsmarke. Da traten in den Werbespots wohlbeleibte und stark genussverdächtige Prominente auf, die diesen Spruch von sich gaben, während sie ein Gläslein zu sich nahmen.
akademisches Ghostwriting
Ich habe den Spruch damals übernommen. Schliesslich wollte ich ja immer auch ein wenig originell sein. „Herr Pollert, wir haben frische Austern… möchten Sie ein paar?“ – „Na ja… man gönnt sich ja sonst nichts…“ Was dann jeweils erhebliches Gelächter nach sich zog.
akademisches
Besonders schön daran waren natürlich auch diejenigen, die zu wenig Humor hatten, um den Witz zu verstehen. Deren verstörte Gesichter, wenn sie es für voll nahmen, wenn ich sagte, ich gönnte mir schliesslich sonst nichts, hatten grossen Unterhaltungswert.
Ghostwriter
Das Traurige am Ganzen war schliesslich: Irgendwie stimmte es.
Ghostwriter Masterarbeit
Ich ging zum Fressen aus in die besten Häuser, liess mir vom Feinsten auftischen. Und immer mal wieder liess ich mir etwas einfallen, um dem Leben vermeintlich ein wenig Wichtigkeit und Bedeutung zu verleihen. So etwa, wenn ich ein paar Flaschen Beaujolais nouveau organisierte, zu dem ich dann ein paar Freunde einlud, um mit ihnen mit einem Glas dieses Gesöffs – eisgekühlt, selbstverständlich – anzustossen. (… heute sowieso, aber auch aus damaliger Optik kann ich davor nur warnen…)
Bachelorarbeit
Inzwischen sind mir Wirtshäuser zuwider. Ganz gleichgültig, ob es nun die Pizzeria an der Ecke ist oder der Fünfsternetempel an der Alster oder über der Bucht von Torquay. Ich vermeide nach Möglichkeit, mich dort aufzuhalten, ganz egal, ob man dort nun eher auf primitive Snobs oder primitive Gassenproleten trifft.
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Sekt und Wein – besonders wenn sie nach Gourmet-Lesart schön „trocken“ zu sein haben – haben heute für mich einen Geschmack ähnlich wie Terpentin oder sonstiger Farbverdünner. Mein damals mit viel Hingabe, Zeit und Geld angelegter Weinkeller ist inzwischen lange schon leer gesoffen (nicht von mir).
Doktorarbeit
Und wenn ich in Frankreich – wo das Essen bei weitem nicht die Qualität der Lobgesänge von Snob-Journalen hat – bin und Lust auf foie gras habe, dann kaufe ich mir eine Dose im Aldi oder im Hypermarché. Und dazu trinke ich dann ein bisschen schwarzen Tee oder stilles Wasser.
Ghostwriter
Ein Problem sind die Unsummen, die ich in jenen Jahren auf den verschiedenen Tresen habe liegen lassen. Hätte ich das Geld heute noch oder, noch besser, hätte ich es für Sinnvolles ausgegeben, das die Zeit überdauert…
Auftragsschreiber
Das wirklich Problem aber ist die Zeit, die ich für diesen Unsinn aufgewendet habe. Wer weiss wo hin fahren, sich dort tagelang aufhalten, um sich den Ranzen voll zu fressen und den Kopf voll zu saufen. Und ausserdem Zeit damit vergeuden, für diese Spässlein Geld zu verdienen… und sich von diesen Eskapaden zu erholen.
Texte schreiben
Wertvolle Zeit. Und Zeit ist schliesslich das einzige, was wir haben…
Arbeit
Heute tut es mir sehr leid um diese Zeit, die ich damit vergeudet habe, so ein toller Gourmet zu sein. Ich bereue es sehr.
Ghostwriter
Denn wirklich: Sonst gönnte man sich nichts. Die Kunst zum Beispiel, die ich so liebe, blieb völlig beiseite. Ich hatte davor ein wenig fotografiert und gemalt. Das ging in diesem Snob-Leben ganz und gar unter. Keine Musse, keine Zeit, keine Inspiration.
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Unter ging auch die weibliche Nähe, die ich so schätze. In diesem Snob-Umfeld kam man wiederum nur in Kontakt mit dieser bestimmten Art von Primitivlingen, oftmals schon stark orientiert an möglicher Lebensplanung, ausgestattet mit niederen Instinkten des Schacherns, weit weg von jeder wirklichen Sinnlichkeit, Nähe und Erotik.
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Ganz davon abgesehen, dass es ohnehin schwierig ist, in jüngeren Jahren über einen bestimmten Hemmungsschatten zu springen, wenn man sich mit gar zu hohlen Inhalten rund um die vermeintliche Lebensqualität auffüllt.
Briefe schreiben
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Semesterarbeit
Liegen blieben andere Dinge, die das Leben wertvoll machen.
Masterarbeit
In der Tat: Man gönnt sich sonst nichts. Nichts mehr. Nichts mehr von den guten Dingen im Leben, und viele von denen sind bekanntlich einerseits unbezahlbar und andererseits nur mit geringen Kosten verbunden.
Lizentiatsarbeit
UND DAS IST ALSO GUT GEWESEN?
wissenschaftliche Texte
Wende ich nun den Slogan vom Eingang an, dann ist das also gut gewesen. Ich habe damals genossen, und ich bereue es heute. Viel mehr noch: Es widert mich heute an. Und das alles, obwohl ich damals von vielen anderen als echter Geniesser richtig bewundert wurde.
Ghostwriter
Es ist nie ganz einfach, für sich selber einzuschätzen, was gewesen wäre.
Ghostwriting
Man war ein anderer Mensch. Man musste Erfahrungen machen, möglicherweise solche, die anderen schon in ihrer Erziehung und ihrem sozialen Umfeld mitgegeben wurden.
Abschlussarbeit
Und es ist nicht ohne weiteres zu sagen, ob ich – wohl auch nach dem, welche Erfahrungen ich mit der Kunst, der Sexualität und anderen realen Lebensdingen gemacht hätte – heute bereuen würde, wenn ich mir dieses Jahrzehnt an Hohlheit in meiner Jugend erspart und es mit Substanz gefüllt hätte.
Texte schreiben
Würde ich bereuen, dass ich nie den Fuss in den einen oder anderen Fresstempel gesetzt hätte? Würde ich bereuen, dass ich nicht wüsste, wie Pferdefleisch, Wachteleier, Kaviar und der grosse blaue Hummer schmecken?
schreiben
Und gerade weil das so schwer zu sagen ist, ist der Spruch, in dem vorgeblich so viel Weisheit steckt, wohl eine Plattitüde.
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Und so ist es wohl eine der primitiven Aeusserungen aus dem Wirtshausumfeld. „Lieber auf den Putz gehauen, wenn es dir nachher leid tut, als nicht auf den Putz gehauen, wenn es dir nachher leid tut.“
akademische Texte
Gerne wird der Spruch dann auch noch im Zusammenhang mit der Sexualität verwendet. Da wird dann die Aussage weiter verzerrt, indem einerseits die körperliche Nähe zum anderen Menschen zum blossen Genusserlebnis verschoben wird und andererseits dieser Genuss aber dann doch wieder in eine andere Kategorie erhoben wird. So als wäre es wohl der Art nach dasselbe, ob man, sagen wir, fremde Geschlechtsteile lutscht oder Austern. Und zugleich aber auch, als wäre es besser, man hätte das eine getan und das andere nicht…
Ghostwriter
Es reicht die Vorstellung, wie unterschiedlich etwa dieser Spruchs, bezogen auf die Sexualität, aus der Optik einer durch die Umstände gezwungenen Prostituierten oder eines stets brav gebliebenen Geistlichen aussehen muss, um zu erkennen, wie sehr es sich hier um eine Platitude handelt.
Ghostwriting
Wichtig ist für meine Begriffe, was der Mensch mit seiner Zeit anfängt.
Master Thesis
Ist die Zeit, die man für dieses oder jenes aufgewandt hat, vergeudet gewesen?
Bachelor Thesis
Hat sie einen nachträglich erfüllt mit einem reichen Schatz an persönlicher Erfahrung und wertvoller Erinnerung? Oder hat sie einen gewaltigen weissen Fleck im Lebenslauf und der Erinnerung hinterlassen?
Seminararbeit
Denn die Zeit ist alles, was wir haben.
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Über textepollert

Achim H. Pollert Autor, Publizist, Berater; Schwerpunkte: Wirtschaft, Psychologie, Wissenschaft, Personalwesen, Geschichte/Politik; lebt in der Schweiz und Frankreich; spricht Deutsch, Englisch, Französisch fliessend
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