Achim H. Pollert: Was wenige wissen

Achim H. Pollert (*) über den Kampf mit dem Mythos /// — ///

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Was nur wenige wissen: Während im Nachbarland der Hitlerismus tobte, brauchte die Schweiz so etwas wie die innere Landesverteidigung. Als Hitler und seine Komplizen schrien von der grossartigen Zukunft und davon, dass die deutschsprachigen Völker doch die Herrenmenschen wären, die den Rest der Menschheit zum Untertan haben sollten, da gab es in der Schweiz eine Gefahr.
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Eigentlich zwei Gefahren.
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Einerseits bestand die Gefahr, ein zu grosser Teil der schweizerischen, zumal der deutschschweizerischen, Bevölkerung könnte umkippen und dem Nazismus zufallen. Zumal als das deutsche Abschaumregime die vermeintlich sensationellen Erfolge in seiner Propaganda vorwies, wäre auch in der Schweiz Raum für den Gedanken gewesen, man verpasse den Anschluss, man würde sich sein Stück vom Kuchen nicht holen.
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Immerhin verhiess Hitler Grosses. Lebensraum im Osten. Schau, Herrenmensch, wir legen unsere Hand auf die gewaltigen Landflächen im Osten. Und Du kannst dort veritabler Gutsherr sein, mit einem Landbesitz bis zum Horizont, Dutzenden von Rössern und Hunderten von polnischen und ukrainischen Arbeitern. Willst Du Dich da wirklich als einer von den vielen Drei-Hektar-Krautern im Aargau und Thurgau früh zu Tode schuften? Oder als Aelpler?
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Du kannst Fabrikdirektor in Lemberg werden. Derweil an Deinem Platz als Hilfsarbeiter in Oerlikon ein Russe sich die Hände schmutzig machen kann.
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Es gab also diese Gefahr, dass gar zu viele Schweizer den Verlockungen des Herrenmenschtums erliegen würden. Wie etwa Obersturmbannführer Franz Riedweg aus Luzern, Sturmbannführer Heinrich Hersche aus Zürich oder Untersturmführer Benno Schaeppi aus St. Gallen. Wobei es nach der Alltagsbeobachtung wohl beträchtliche Teile der Gesamtbevölkerung nicht weiter gestört hätte, wenn nun die Juden plötzlich zu verschwinden begonnen hätten.
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Daneben gab es die Gefahr, dass sich in der Schweizer Bevölkerung ein Fatalismus breit machen würde. Zumal zu Beginn des Kriegs, als die deutsche Wehrmacht unglaubliche Erfolge errang, konnte man sich in der Schweiz natürlich fragen, ob man – wohl oder übel – überhaupt eine Chance hätte, einem so überlegenen Gegner im Ernstfall zu widerstehen.
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Wenn Frankreich nach wenigen Wochen am Ende war und gegen diese Herrenkrieger kapitulieren musste, was hätte die Schweiz dann ausrichten könne? Was hätte man sich holen können ausser einen ehrenvollen Schuss in die Brust oder einen schmählichen ins Genick?
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Und deshalb gab es reichlich Propaganda in der Schweiz.
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Die Filme
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Vor allem zu nennen sind die Filme der Zeit, die das Schweizer-Sein sehr betonten. Dass es einen schweizerischen Zusammenhalt über die Sprachgrenzen hinaus gibt, wie auch, dass individuelle und partikuläre Interessen hinter dem Gesamtwohl zurückzutreten haben – wie in “Gilberte de Courgenay“.
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Oder gar Filme wie “Landammann Stauffacher“, die durchaus mitreissend dazu ermunterten, sich auch einer hoffnungslos überlegenen Macht nicht zu ergeben. Am Ende des Films schreiten die paar Bauern – “stiere Grinde“ – hinter dem Landammann mit grimmigen Gesichtern ihrem Schicksal entgegen. Danach wird nur noch ein Text eingeblendet: “Am nächsten Morgen brachte die kleine Schar dem weit überlegenen Ritterheer eine vernichtende Niederlage bei.“
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Es gehört wohl mit zu den Glücksfällen der Schweizer Geschichte, dass all dies nie in der Realität wirklich auf die Probe gestellt wurde. Die Wehrmacht kam nicht. Ob es ernstzunehmenden militärischen Widerstand gegeben hätte – wie vielleicht in Finnland gegen die Russen -, und ob der ansatzweise Erfolg gehabt hätte, wissen wir nicht. Ebensowenig wie die Frage, in welchem Ausmass die Bevölkerung dem Nazismus erlegen wäre.
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Wären die Menschen mit erhobenem Arm entlang der Strassen gestanden und hätten begeistert ihren Führer gegrüsst – wie mancherorts in Österreich oder im Elsass? Oder hätte die deutsche Besatzung das Land gespalten – wie etwa die Niederlande mit den 50,000 Beitritten zur “Germanischen SS“?
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Hätte sich eine Besatzungsregierung gebildet, die mit den Deutschen kooperiert hätte, ohne selbst ausdrücklich nazistisch zu sein – wie im französischen Vichy? Und daneben eine ausgeprägte Untergrund-Bewegung mit Kontakten nach London und Moskau, die Anschläge verübt und Eisenbahnen mit Waffentransporten von Baden und Zürich an die Ostfront entgleisen lässt?
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Wir wissen es nicht.
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Der Mythos
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Wovon wir allerdings etwas wissen, ist der Mythos.
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Der Schweizer-Mythos. Vom unbeugsamen kleinen Staat in der Mitte des Kontinents, das sich mit Zähnen und Klauen, notfalls mit nassen Handtüchern über die Jahrhunderte mit Erfolg gegen alles gewehrt hat, was da von aussen kam.
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Der Schweizer-Mythos. Vom kleinen, dicht gedrängten Volk rund um die Alpen, das seine Freiheit mehr liebt als jedes andere Leben und das jederzeit bereit ist, dieses aufzugeben.
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Nur wenige wissen, dass es sich bei den Vorkommnissen in der Innerschweiz im 13. Jahrhundert – der angeblichen Wiege dieser Eidgenossenschaft – um blosse Volkssagen handelt, die wie Märchen von Generation zu Generation weiter gegeben wurden – aufgegriffen vom deutschen Dramatiker Friedrich Schiller und als Theaterstück verewigt. Wenn etwa im Blick ein Online-Fragebogen zur “Schweizer Geschichte“ präsentiert wird, in dem ausschliesslich nach diesen Märchenfiguren gefragt wird, dann spricht das Bände.
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Nur wenige wissen etwas von der Helvetischen Republik und den Folgejahren während der Herrschaft Napoleons, während der die Schweiz ein französischer Marionettenstaat und komplett von Napoleons Gnaden abhängig war.
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Nur wenige wissen vom Westfälischen Frieden von 1648 in Münster, wo die Eidgenossenschaft völkerrechtlich als souveräner Staat anerkannt wurde.
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Und auch nur wenige wissen, dass die alte Eidgenossenschaft so unfrei und elend gewesen ist wie jeder beliebige andere Staat in Europa – etwa indem noch 1782 in Glarus eine Frau nach herrschendem Gesetz wegen Hexerei angeklagt und nach mit Folter erpresstem Geständnis hingerichtet wurde -, während erst die Bundesverfassung von 1848 den Anfang eines demokratischen und freiheitlichen Staats begründete, und dass es davor in der Schweiz einen Bürgerkrieg gegeben hatte, in dem freiheitliche Schweizer gegen konservative Schweizer mit Waffen aufeinander los gegangen waren, wissen auch nur wenige.
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Wie gesagt: Diese Dinge wissen nur wenige, zum Teil nur ganz wenige.
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Grund dafür ist nicht zuletzt, dass diese Dinge diesem Mythos vom freiheitsliebenden, rechtschaffenen, einigen Volk, das schon immer beinhart auf seine Unabhängigkeit bedacht war und das sich nur um den Preis des eigenen Lebens dem Willen eines fremden Vogts beugen würde.
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Natürlich ist das alles Mythos. Ein Unsinn, der wenig mit der Realität zu tun hat. Ähnlich wie eine Religion, die hanebüchene Dinge behauptet, und es gibt Menschen, die sich für solche Absurditäten zu Tode foltern lassen… oder andere Menschen zu Tode bringen…
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Dinge, die nicht mit dem Mythos übereinstimmen, werden einfach nicht zur Kenntnis genommen. Und wer Fakten äussert, die gar zu scharf im Widerspruch zum Mythos stehen, wird schlicht zur Unperson. Etwa wenn es darum geht, dass der schweizerische Armeechef im ersten Weltkrieg ein rechtsgerichteter Junker-Offiziert war, der den Kriegseintritt der Schweiz an der Seite des kaiserlichen Deutschland befürwortete. Oder auch bei der “Boot-ist-voll“-Problematik, die in den 80er Jahren für Empörung und Missgunst zeugte.
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Dass es den Mythos gibt und dass er die Meinung und Empfindung sehr vieler Menschen bestimmt, das ist jedenfalls bekannt und unbestreitbar. Und dass er während der Zeit des deutschen Nazismus in der Schweiz gepflegt und geschürt werden musste, um die innere Stabilität der Gesellschaft zu gewährleisten, auch das ist bekannt und unbestreitbar.
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Das Spiel mit dem Mythos
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Obwohl das nun alles bekannt und unbestreitbar ist, muss man immer wieder mit Entsetzen feststellen, wie das Establishment in der Schweiz all jenen Umtrieben und Machenschaften begegnet, die mit diesem Mythos spielen.
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Und da folgen dann die Stolpersteine beim Medienmanagement und der Argumentationstechnik. Denn wie immer, wenn es um die Bauchgefühle geht, weil die Befragten die Lage intellektuell und wissensmässig nicht verstehen, ist äusserste Vorsicht geboten bei der Wahl der Argumente.
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Wer vor dem Hintergrund dieses Schweizer-Mythos beispielsweise argumentiert: “Wir haben gar keine Chance, über dieses oder jenes in eigener Regie zu entscheiden. Wir müssen uns der EU beugen“ – der fördert und pflegt den Mythos. Wer vom übermächtigen Nachbarn redet, gegen den man sowieso nicht ankommt, der inspiriert die “kleine Schar“, es am Morgarten darauf ankommen zu lassen und dem weit überlegenen Ritterheer eine vernichtende Niederlage beizufügen. Dabei interessiert es nicht, ob es hinterher noch so sehr bewahrheitet, dass das Ganze aussichtslos gewesen ist.
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Wer vor diesem Hintergrund argumentiert: “Wir sind vom Ausland wirtschaftlich abhängig und können uns einen Bruch mit denen nicht leisten“ – der fördert und pflegt den Mythos. Wer die Rollen von Gläubiger und Schuldner, Oberlehrer und Schüler so verteilt, der begünstigt eben diesen Mythos, wonach ein anständiger Schweizer sich nicht verkauft für seine partikulären, finanziellen Interessen.
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Wer vor diesem Hintergrund argumentiert: “Wir brauchen die Zuwanderung, weil wir sonst auf vielen Gebieten keine Arbeitskräfte mehr haben“- der fördert und pflegt den Mythos vom völkischen Zusammenhalt. Wer darauf pocht, fordert unverzüglich das Bauch-Argument heraus, wonach es genügend Schweizer gäbe, denen es schlecht gehe und die froh wären um eine bessere Stellung.
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Der Gegner ist der Mythos
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Wenn es nun aber so ist, dass vernunftorientierte Argumente die Gefahr in sich tragen, den Mythos eher zu verfestigen, wie soll man sich dann eigentlich verhalten in einer solchen Debatte?
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Eigentlich ist es einfach. Es geht darum, den Mythos auszuhöhlen. Nicht plump und tendentiös wie, sagen wir, Max Frisch seinerzeit mit seinem Geschreibe um den “Meuchelmörder von Altdorf“, eher in der Absicht zu provozieren als die Dinge zu ändern.
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Eigentlich wäre der Mythos recht einfach durch die Fakten auszuhöhlen.
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Etwa der Mythos vom viel zu dicht besiedelten Schweizer Ländli mit der blossen Tatsache, dass die Schweiz etwa gleich dicht besiedelt ist wie Frankreich, deutlich weniger dicht als Deutschland und viel weniger dich als z.B. Holland.
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Eine einfache Tatsache, die natürlich während des Kriegs tot geschwiegen wurde, als man nichts mehr importieren konnte und jeden Quadratmeter Boden zwangsbewirtschaften musste. Aber heute?
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Und eben der Mythos von der alten schweizerischen Freiheit wäre ganz einfach mit ein wenig Information rund um die Verhältnisse in der alten Eidgenossenschaft. Wo durchaus auch Schweizer in der Schweiz auf der untersten Stufe standen und “Ausländer“ waren, wenn sie das Ortsbürgerrecht nicht besassen. Wie etwa noch der Hotelier Alexander Seiler, potenter Steuerzahler und angesehener Walliser Kantonspolitiker, dem die Gemeinde Zermatt über Jahre und Jahre die Einbürgerung verweigerte.
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Die schier endlose Zahl von Geschichten der erfolgreichen Einwanderer, die mit nichts kamen und hier grossen Wohlstand begründeten. Nestlé, Brown, Boveri, Bührle…
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Die Masse von Zuwanderern, die das Geistesleben bereichert haben. Die Schriftsteller, Wissenschaftler, Lehrer, Menschenrechtler, Künstler, Schauspieler. Die Zahl der Nobelpreisträger.
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Das würde funktionieren. Das würde nach und nach den Mythos aushöhlen. Ähnlich wie die wissenschaftlichen Fakten so nach und nach die religiösen Mythen ausgehöhlt haben, derweil diejenigen, die heute noch mit religiösen Mythen spielen wollen, sich vielfach fragen lassen müssen, wieso sie so rückständig sind.
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Nur würde das eben voraussetzen, dass die Entscheidungsträger, die Lehrer, die Meinungsbildner selber wissen, was Mythos ist und was Realität…

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Achim H. Pollert Autor, Publizist, Berater; Schwerpunkte: Wirtschaft, Psychologie, Wissenschaft, Personalwesen, Geschichte/Politik; lebt in der Schweiz und Frankreich; spricht Deutsch, Englisch, Französisch fliessend
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